Inhalt

Aufbauend auf unserer Expertise in der Live-Zell-Superauflösungsmikroskopie (STED) und modernen optophysiologischen Messmethoden untersuchen wir, wie Interaktionen zwischen Neuronen und Astrozyten die synaptische Signalübertragung auf Ebene einzelner tripartiter Synapsen beeinflussen. Dazu analysieren wir die nanoskalige Organisation und Dynamik perisynaptischer astrozytärer Fortsätze sowie des umgebenden extrazellulären Raums in lebendem Hirngewebe und bestimmen, wie dieses Mikromilieu die Verfügbarkeit und Ausbreitung von Neurotransmittern und Ionen reguliert. Durch die Kombination von Superauflösungsbildgebung mit biophysikalischen Messungen der Moleküldiffusion und synaptischen Aktivität wollen wir mechanistische Zusammenhänge zwischen der Nanoanatomie der tripartiten Synapse, der Topologie des extrazellulären Raums und der neuronalen Kommunikation herstellen. Diese Experimente sollen aufklären, wie Astrozyten und das extrazelluläre Milieu synaptische Funktionen unter physiologischen Bedingungen dynamisch modulieren.

Urs Valentin Nägerl

Teilprojektleiter
Weitere Teilprojekte

Z2: „Integration von computergestützten Modellen und experimentellen Daten“

Stefan Bonn & Christian Tetzlaff

Assoziiertes Projekt: „Modellierung der Kurzzeitplastizität von durch Nerven evozierte EPSCs an einer glutamatergen Synapse“

Erwin Neher

A11: „Regulation der funktionellen synaptischen Heterogenität und Diversität“

Noa Lipstein